Kapitel 5: Der Mandschurenkranich (grus japonensis)
5.1 Einleitung

Februar 2000

B
ernhard Wessling verbringt 4 Tage in Korea in der demilitarisierten Zone an der Grenze zu Nordkorea (militärisches Sperrgebiet). Zusammen mit dem koreanischen Kranichforscher "Sunny" Seong Hwan Pae (der die erforderlichen Zutrittsgenehmigungen beschaffte) werden zahlreiche Rufe der dort überwinternden Mandschurenkraniche (chinesische Population) und Weißnackenkraniche aufgenommen. Ziel ist es herauszufinden, ob (a) die chinesischen Mandschurenkraniche eine andere "Sprache" haben als die Kraniche der gleichen Art, die auf Hokkaido leben, (b) ob die Methode zur akustischen Identifizierung von Kranichen auch für Weißnackenkraniche angewendet werden kann.

April 2000

D
ie Auswertung der Rufe, die im Februar in Korea aufgenommen wurden, ist abgeschlossen. Ergebnisse:

(a) tatsächlich haben die chinesischen Mandschurenkraniche eine ganz andere Rufstruktur als die Kraniche der gleichen Art auf Hokkaido; Einzelheiten werden hier veröffentlicht nach Diskussion der Ergebnisse mit "Sunny" Pae, George Archibald und den japanischen Freunden Kimiya Koga und Prof. Masatomi.

(b) auch Weißnackenkraniche können mit Hilfe der neuen sonographischen Methode akustisch einwandfrei unterschieden und individuell charakterisiert werden.

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Hauptmenue | Vorwort | Kap 1: Bild und Ton | Kap 2: Kranicharten | Kap 3: Kennenlernen, Verhalten und Intelligenz
Kap 4: Graue Kraniche | Kap 5: Mandschurenkraniche | Kap 6: Schreikraniche | Kap 7: Resumés | Kap 8: Anhang